Ausbildungsprogramme

Ausbildungsprogramme für das Praktische Jahr

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu den Ausbildungsprogrammen für das Praktische Jahr an der Universitätsmedizin Greifswald.

Übersicht der Ausbildungsprogramme an der Universitätsmedizin Greifswald

Klinik und Poliklinik für Chirurgie

Klinik und Poliklinik für Chirurgie

Das Tertial Chirurgie am UK Greifswald besteht aus 4 Monaten, die in 4 Abteilungen/Kliniken des chirurgischen Fachs abgeleistet werden. Ziel des chirurgischen Tertials ist es, dem Studenten einen repräsentativen Querschnitt des Fachs Chirurgie zu vermitteln, wobei praxisnah chirurgische Krankheitsbilder sowie diagnostische und therapeutische Verfahren inklusive deren methodische Grenzen abgebildet werden.

Dabei wird entsprechend dem Ausbildungscurriculum der Medizinischen Fakultät besonderer Wert auf die Vertiefung der typischen klinischen Krankheitsbilder im Fach Chirurgie sowie auf das Management dieser Krankheitsbilder gelegt.

Für Studenten, die ihr Chirurgie-Tertial am UK Greifswald ableisten, sind die folgenden Rotationen vorgesehen:

  • 1 Monat Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • 1 Monat Thorax- und Gefäßchirurgie
  • 1 Monat Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
  • 1 Monat entweder Kinder- oder Neurochirurgie wahlweise

Rotationen

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Anmerkungen zur Organisation des Dienstbetriebs

Der Dienst beginnt täglich um 07:15 Uhr und endet um 15:45 Uhr. Montags findet um 15:15 Uhr das PJ-Seminar im Seminarraum I der Klinik und um 17:00 Uhr die Klinikweiterbildung im Besprechungsraum in der ehemaligen Küche statt. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist Pflicht, dazu kommt die Schmerzkonferenz, die in der Regel am letzten Donnerstag im Monat um 17:15 Uhr in der Schmerzambulanz (DZ) durchgeführt wird sowie das Schmerzseminar, das im Semester montags um 1815 Uhr im Seminarraum stattfindet. An Vorträgen auswärtiger Gelehrter, die von der Klinik veranstaltet werden und der Fallbesprechung am Donnerstagnachmittag um 16:00 Uhr in der alten Küche sollten Sie auch teilnehmen.

An Ihrem ersten Arbeitstag in einem Bereich melden Sie sich bitte bei dem zuständigen Oberarzt der Anästhesie. Er wird Sie einem erfahrenen Anästhesisten zuteilen, den Sie während Ihrer Zeit in diesem Arbeitsbereich ganztägig begleiten sollen (sowohl im OP als auch auf bei den Visiten auf den Stationen). Im Bereich der Intensivmedizin sollten Sie zusätzlich an drei Nachtschichten teilnehmen, um einen Einblick in die Abläufe einer Intensivstation zu erhalten.

Für Fragen oder Vorschläge wenden Sie sich bitte an OA Dr. Diemer (Tel. 0171-4014480 oder 86-6696) oder OA Dr. Friebe, auch um fakultative Hospitationen (z. B. in der Bodenrettung, in der Schmerzambulanz oder in der Kardio-Anästhesie in Karlsburg) absprechen.

Inhaltliche Anmerkungen

Während Ihres 16-wöchigen Aufenthaltes in unserer Klinik werden Sie Gelegenheit haben, alle Bereiche des Faches kennen zulernen: sowohl die klinische Anästhesiologie (im Operationssaal mit obligatorischer Teilnahme an den Visiten "Ihres Anästhesisten" auf den Stationen) als auch die Arbeit auf der Intensivstation (hier werden wöchentlich eine OA- oder Chefvisite als Lehrvisiten durchgeführt) sowie Schmerztherapie und Notfallmedizin. Um Ihnen hierbei ein möglichst breites Spektrum klinischer Erfahrung zu bieten, haben wir für Sie einen Rotationsplan erstellt, den Sie in der Woche vor Tertialsbeginn erhalten können.

Wir möchten in dieser Zeit versuchen, Sie mit wichtigen anästhesiologischen und intensivmedizinischen Verfahren vertraut zu machen. Dazu haben wir eine Checkliste ausgearbeitet, die wichtige Techniken und Eingriffe zusammenfasst (Anlage), auf die Sie sich bitte theoretisch vorbereiten. Welche dieser Techniken Sie unter Anleitung und Aufsicht eines Arztes durchführen können, hängt auch von Ihrem Engagement ab. Bitte bedenken Sie stets, dass Sie nur unter direkter und unmittelbarer ärztlicher Anleitung ärztlichen Aufgaben durchführen dürfen. Der verantwortliche Anästhesie-Oberarzt wird Ihnen am Ende eines Ausbildungsabschnittes bescheinigen, in welchen Bereichen Sie praktische Erfahrungen gesammelt haben.

Zur Verbesserung der praktischen Ausbildung diskutieren wir im wöchentlich montags stattfindenden PJSeminar die theoretischen Grundlagen des Faches Anästhesie und Intensivmedizin. Dabei sollen Sie durch eigenständige Vorbereitung von Referaten Ihr theoretisches Wissen über aktuelle Themen aus diesen Bereichen vertiefen. Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung Ihre vorhandenen Lehrbücher für Anästhesie und Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin mit und bereiten anhand dieser Unterlagen und des Gegenstandskataloges Vorschläge und Wünsche zu Themen für das PJ-Seminar vor. Den Themenplan wollen wir dann in der Sitzung am ersten Montag um 15:15 Uhr im Seminarraum II der Anästhesiologischen Klinik erarbeiten (sog. Alte Küche).

Zum Verstehen der Narkoseverfahren sind Kenntnisse der Pharmakologie unerlässlich. Damit Sie die Medikamente, die in der Anästhesie routinemäßig eingesetzt werden im Überblick haben, finden Sie im Anhang eine Zusammenfassung der am häufigsten verwendeten Substanzen (Anlage).

Anästhesiologische Techniken und Lerninhalte

Technik

  • Venöser Zugang
  • Maskenbeatmung
  • Durchführung einer Maskennarkose
  • Legen der Magensonde
  • Endotracheale Intubation
  • Überwachung einer Allgemeinanästhesie
  • Erweitertes Monitoring, Assistenz beim Legen ZV-Katheter
  • Invasive Blutdruckmessung / arterieller Katheter
  • Entnahme und Durchführung einer Blutgasanalyse
  • Assistenz bei der Spinal-/Periduralanästhesie
  • Assistenz bei der Plexusanästhesie
  • Teilnahme an Prämedikationsvisiten (täglich)
  • Postoperative Betreuung im Aufwachraum

Intensivmedizinische Techniken und Lerninhalte

Technik

  • Venöser Zugang / Assistenz bei zentralen Venenkathetern

Invasive Blutdruckmessung / Assistenz bei arteriellen Kathetern

  • klinisches Monitoring auf der Intensivstation
  • Entnahme und Durchführung einer Blutgasanalyse
  • Steuerung des Beatmungsregimes / Interpretation von Blutgasanalyse und Röntgenbild
  • Assistenz bei der Punktionstracheotomie, Trachealkanülenwechsel, Pflege des Tracheostomas
  • Nasotracheale Umintubation, Mundpflege intubierter Patienten
  • Infusionstherapie, parenterale Ernährung des Intensivpatienten
  • Cardio-pulmonaler Status / Assistenz beim Legen des Pulmonaliskatheters
  • Volumentherapie, Katecholamintherapie
  • Indikation und Durchführung der Nierenersatztherapie
  • Antimikrobielle Chemotherapie auf der Intensivstation

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Anmerkungen zur PJ-Organisation

Das Konzept führt aufgrund der eigenen erworbenen Erfahrungen im Umgang mit den typischen Erkrankungen und den Untersuchungsmöglichkeiten, die selbstständig durchgeführt werden, zu einem umfassenden Überblick im klinischen Gebiet Augenheilkunde.

Hierzu zählen die typischen subjektiven Angaben der entsprechenden Augenerkrankungen, die fachspezifische Anamneseerhebung, die typischen Funktionsproben wie Sehschärfe für ferne, Sehschärfe für Nähe, Gesichtsfeldprüfung, Dämmerungssehen, Blendungsempfindlichkeit, Farbensehen und Stereosehen.

Die Entwicklung von Therapiekonzepten in Absprache mit den verantwortlichen Kollegen wird unterwiesen und auch nachgeprüft.

  • Arbeitskleidung kann gestellt werden
  • Stationswechsel sind eingeplant, können nach Absprache und Interessenschwerpunkt der Studenten beeinflusst werden
  • Dienste an Feiertagen sind nicht vorgesehen
  • Studienbibliothek vor Ort steht zur Verfügung
  • regelmäßige Teilnahme an Seminaren möglich
  • Möglichkeit der Teilnahme an klinischer Weiterbildung am Mittwochnachmittag (auch mit eigener Fallvorstellung)
  • tägliche Fallbesprechungen aus den Notdiensten
  • tägliche Fallbesprechungen auf den Stationen
  • Teilnahme an – auch besonders komplizierten – Operationen sind erwünscht zur Vertiefung des klinischpraktischen Wissens
  • zusammenfassende Fortbildungen und Kongresse informieren über neue Methoden im Fach, Besuch von Kongressen kann in den Organisationsplan eingebaut werden
  • mögliche Teilnahme an Doktorandenseminaren über Grundlagenthemen und klinische Studien

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Organisatorische Festlegungen:

  • Dienstzeit z.Z. ab 7.05 Uhr bis 15.30 Uhr
  • Rotationsmöglichkeit garantiert
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst fakultativ nach Absprache möglich, dafür Gewährung von Freizeitausgleich
  • Studientage nach Vereinbarung (wöchentlich möglich)

Inhaltliche Festlegungen:

  • Erheben von Anamnesen und Status incl. Blutentnahmen, Legen venöser Zugänge, Anstechen von Portsystemen
  • Training gynäkologischer und geburtshilflicher Untersuchungsmethoden
  • OP-Assistenzen
  • Durchführung kleiner Eingriffe unter Anleitung und Aufsicht
  • Teilnahme an den Lehr- bzw. Oberarztvisiten
  • Teilnahme an den klinischen Besprechungen (Morgenrapport, Mammakonsil, histopathologische Konferenz, perinatologische Konferenz)
  • Seminar und Journalclub alle 2 Wochen

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Kopf- und Hals-Chirurgie

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Kopf- und Hals-Chirurgie

Organisatorische Festlegungen:

  • Die Arbeitszeit beginnt um 7 Uhr und endet um 15:30 Uhr.
  • Eine Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik (Arbeitszeit wird als Freizeitausgleich abgegolten, maximal zweimal pro Monat) ist bei Wunsch des Kollegen prinzipiell möglich, wird im Einzelfall abgesprochen.
  • Die Kollegen im Praktischen Jahr werden in die kliniksinterne Aus- und Weiterbildung eingebunden. Donnerstag um 13:30 Lehrvisite, anschließend Fortbildung.
  • Ein Studientag pro Woche und 1,5 Stunden Selbststudium täglich werden laut gültiger Studienordnung eingeräumt.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Teilnahme an den morgendlichen Besprechungen (7:40 Uhr) und anschließend Durchführung der bettseitigen patienten- und praxisnahen Routinearbeiten auf den Stationen unter Supervision des Stationsarztes.
  • Assistenz bei allen üblichen operativen Eingriffen und diagnostischen Maßnahmen des Fachgebietes.
  • Eine interdisziplinäre Tumorkonferenz findet am Mittwoch um 13:00 statt.

Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Die Hautklinik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität ist eine Einheit von Ambulanz und Station.

Sie ist die einzige stationäre Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit Hauterkrankungen des gesamten dermatologischen Krankheitsspektrums in Vorpommern. Es besteht eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen anderen Kliniken der Medizinischen Fakultät.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Allgemeine Dermatologie
  • Gefäßerkrankungen
  • Dermatochirurgie (Tumorchirurgie, Phlebochirurgie)
  • Andrologie
  • Argon - Laser
  • Tumorerkrankungen
  • Arbeitsdermatologie/Allergologie
  • Histologie
  • Mykologie

Dienstzeit:

  • 8.00 – 16.30 Uhr
  • Teilnahme an Bereitschaftsdiensten nach einer Einarbeitungszeit (Besonderheit: Rufbereitschaft) unter Anleitung des diensthabenden Oberarztes.
  • Teilung der Ausbildungszeit in einen zuerst stationären dann ambulanten Abschnitt.

Inhalt der Ausbildung:

  • Es ist eine Teilnahme an allen Arbeitsschwerpunkten möglich und erwünscht.
  • Das bedeutet auch, unter Anleitung, unfassende Betreuung von Patienten mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern vom Tag der stationären Aufnahme bis zur Entlassung (Erhebung der Anamnese, Festlegung von Diagnostik und Therapiestrategien)
  • Die praktische Ausbildung umfasst auch die Durchführung der Diagnostik von Gefäßerkrankungen, z. B. Duplexsonographie, bei anderen Hauterkrankungen die Entnahme von Probeexcision und kleineren Excisionen, die Einführung in das Erlernen der Begutachtung von histologischen Präparaten, Begutachtung von Spermiegrammen, unterschiedliche Testverfahren (Epicutantests, Scarifikationstests, Pricktests, Expositionstests), Hyposensibilisierung und mykologische Untersuchungen.
  • Sie werden die Station, die Poliklinik und den Operationsbereich der Hautklinik kennen lernen.
  • Teilnahme an allen Visiten, Besprechungen und Weiterbildungen im Hause und Teilnahme an Weiterbildungen außerhalb der eigenen Veranstaltungen werden gefördert.
  • Es besteht die Möglichkeit der Nutzung der Hauseigenen- und Universitätsbibliothek sowie der Teilnahme an wissenschaftlichen Studien.

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Organisatorische Festlegungen:

  • Die Arbeitszeit beginnt um 7.30 Uhr und endet um 16.00 Uhr. Eine Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik (Arbeitszeit wird als Freizeitausgleich abgegolten, maximal zweimal pro Monat) ist bei Wunsch des Kollegen möglich.
  • Für die Kollegen des PJ werden wöchentlich (Pflicht für PJ-ler)

    • von Dienstag bis Donnerstag, 13.00 – 13.30 Lehrvisiten (laut Plan),
    • von Dienstag bis Freitag, 13.30 – 13.45 Uhr eine kinderradiologische Visite,
    • am Donnerstag, 13.45 – 14.15 Uhr ein kinderradiologisch – kinderchirurgisches Konsilium und
    • am Freitag, 13.45 – 14.15 Uhr eine Videodokumentation und konsiliarische Beratung wichtiger Patientenbefunde (Sonographie, Kardiologie, Bronchopulmologie, Gastroenterologie) in der Bibliothek angeboten.

  • Ein Studientag pro Woche (montags)/1,5 Stunden Selbststudium täglich werden laut gültiger Studienordnung nach Absprache eingeräumt.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Teilnahme an den morgendlichen Besprechungen von 8.30 – 10.00 Uhr und anschließend Durchführung der bettseitigen patienten- und praxisnahen Routinearbeiten auf den Stationen (Grundsätzlich unter Supervision des Stationsarztes, da die Kollegen zum Lernen auf den Stationen tätig sind!).
  • Jeden 3. und 4. Dienstag im Monat, 13.45 Uhr „Aktuelle Themen aus allen Abteilungen“ in der Bibliothek (Pflicht für PJ-ler) und jeden 1. Donnerstag im Monat, 16.00 Uhr „Journal-Club“ (Kritisches Lesen von Fachpublikationen) im Seminarraum/Hauptgebäude bestehen zusätzliche Weiterbildungsangebote.
  • Weiterbildungs - und Informationsangebote außerhalb der offiziellen Dienstzeit nach einem ausliegenden Plan (für PJ-ler Pflicht): Montag oder Donnerstag von 16.00 – 17.30 Uhr im Seminarraum/ Hauptgebäude, Bibliothek oder entsprechende Funktionsräume (s. Plan). Themen: Trainings - und Übungskurse (Intubation, Sonographie, Röntgen, EEG, EKG, Echokardiographie, Lungenfunktionsdiagnostik, Psychologische Diagnostik).
  • Kostenlose Teilnahme mit Bestätigung (Zertifikat/Beleg) an 1-2 Ganztagsveranstaltungen (Symposien/
  • Fachtagungen) der Klinik für Kinder - und Jugendmedizin im Halbjahr (zumeist Sonnabend). Übergreifend für alle Fachgebiete wird die Teilnahme an der Tumorkonferenz der Medizinischen Fakultät (Mittwoch 15.00 Uhr, Hörsaal Klinik für Innere Medizin) angeboten.

Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie/Plastische Operationen

Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie/Plastische Operationen

Organisatorische Festlegungen:

  • Dienstzeit: 7.00 –15.30 Uhr
  • Bereitschaftsdienst: Teilnahme auf Wunsch möglich
  • Studientage: nach Vereinbarung
  • Ausbildung: Teilnahme an Dienstbesprechungen, Visiten und klinikinterner Weiterbildung

Schwerpunkt der Ausbildung im Praktischen Jahr ist die patienten- und praxisnahe Ausbildung. Die volle Integration in die Arbeit der Klinik (Station/OP) wird angestrebt.

Es besteht die Möglichkeit, die unten aufgeführten Tätigkeiten je nach Schwierigkeitsgrad in Eigenverantwortung bzw. unter Aufsicht vorzubereiten, zu üben und auszuführen. Bestimmte Tätigkeiten bedürfen der Gegenzeichnung, z.B. Arzneimittel- und Röntgenverordnungen, Arztbriefe usw.

Schwerpunkte des Fachgebietes:

  • Tumoren und tumorähnliche Erkrankungen im Kopf-Halsbereich: Untersuchungstechnik; Therapieplanung, chirurgische Entfernung, Radio- und Chemotherapie, komplexe Rehabilitation (Portanlage); Defektversorgung: Haut-, Muskel-, Knochenersatz, Epithetik
  • Traumatologie im Kopf-Halsbereich: Frakturen des Mittelgesichtes und des Unterkiefers (Diagnostik, Notversorgung, konservative Behandlung und Osteosyntheseverfahren, Spätversorgung);
  • Plastisch-rekonstruktive Chirurgie bei kraniofazialen Fehlbildungen, z.B. bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel- Spalten, Dysgnathien;
  • Orale Chirurgie: dento-alveoläre Chirurgie, Zahnextraktion, chirurgische Zahnerhaltung und operative Zahnentfernung, Implantologie;
  • pyogene Infektionen: Abszesse, Infiltrate, Phlegmone, spez. Infektionen
  • Erkrankungen der Mundschleimhaut und Präkanzerosen
  • Kiefergelenkerkrankungen: konservative und operative Therapie einschließlich Arthroskopie
  • ästhetische Operationen und Laserbehandlung
  • Erkrankungen der Kieferhöhle

Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten gelegt.

Tätigkeitskatalog

  1. Patientenaufnahme: Anamnese und Befund, Patientenführung, Patientenvorstellung, OP-Vorbereitung, Sonografie im Kopf-Hals-Gebiet; Patientendokumentation
  2. Operationsvorbereitung: Lagerung, OP-Feldvorbereitung (Desinfektion, Abdeckung), Schmerzausschaltung in Lokalanästhesie, Infiltrationsanästhesie; Techniken der Leitungsanästhesie (Foramen mandibulae, Foramen mentale, Foramen palatinum majus, Foramen incisivum, Foramen infraorbitale, Tuberanästhesie)
  3. Instrumentenkunde
  4. Operationsassistenz: Haken halten; Blutstillung (Unterbindung, Umstechung, Koagulation); Nahtmaterial; Nahttechnik (Einzelknopfnaht, fortlaufende Naht, intrakutane Naht, U-Naht, Donati, Allgöwer, Klammerung, Wunddrainage)
  5. Materialgewinnung; Blutentnahme (Gefäßpunktion); mikrobiologischer Abstrich / Transport; Gewebeentnahme (Probeexzision, Schnellschnitt)
  6. Postoperative Patientenbetreuung: Wundbehandlung, Verbandswechsel, Nahtentfernung, Klammerentfernung, Portpflege, PEG-Pflege, Entlassung, Arztbrief.

Klinik und Poliklinik für Neurologie

Klinik und Poliklinik für Neurologie

Dienstzeit: Mo. – Fr. 8.00 bis 16.30 Uhr

  • Regelmäßige Teilnahme an den täglichen klinischen Konferenzen.
  • Teilnahme an der wöchentlichen Röntgenkonferenzen mit den Neuroradiologen und Neurochirurgen
  • Teilnahme an den klinischen Fortbildungsveranstaltungen.
  • Alle 4 Wochen: klinisch-epileptologische Fallkonferenz

Klinische Tätigkeit:

  • Tägl. Visite mit Erörterung der neurologischen Krankheitsbilder
  • Diagnostik- und Therapieplanung, , klinische Untersuchung
  • neurologische Untersuchung
  • Venöse Blutentnahme, i.m. Injektion, i.v. Injektion Liquorpunktion
  • Behandlungsplan: parenterale und enterale Ernährungstherapie
  • Patientenaufklärung und Angehörigengespräche
  • Arztbriefe
  • Grundzüge der Rehabilitation

Bereitschaftsdienst

Nicht obligatorisch, freiwillige Teilnahme an Hausdienst (mit diensthabenden Arzt) möglich

Studientage

Freitag wöchentlich.

Seminare / Lehrvisiten / Hospitationen in Fachabteilungen – Dopplersonographie, Elektromyo-Neurographie, Epilepsie, Liquorlabor, Physiotherapie, Evozierte Potentiale, Aphasiediagnostik, neurologische Poliklinik, MS Spezialambulanz

Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

Organisatorische Festlegungen:

  • Die Arbeitszeit beginnt um 7:00 Uhr und endet 15:30 Uhr
  • Eine Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik ist nicht obligatorisch, aber bei Wunsch eines Kollegen prinzipiell möglich
  • Es erfolgt eine feste Zuordnung jedes PJ´lers zu einem Mitglied des Lehrkörpers
  • Studientage: Können nach Absprache zusammenhängend oder einzeln genommen werden Teilnahme an Stationsvisiten, Lehrvisiten, Teilnahme an der klinikinternen und PJ- spezifischen Weiterbildung

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Anamneseerhebung
  • Patientenuntersuchung, –vorstellung und verantwortliche Betreuung
  • perioperatives Management
  • Stationsaktivitäten
  • Lehrvisiten
  • Durchführung, Auswertung diagnostischer Verfahren unter Anleitung (Ultraschall, Röntgen, MRT)

Therapeutische Verfahren:

  • Mitarbeit in der Ambulanz
  • Assistenz im OP
  • Kleine Operationen unter Anleitung
  • Verbände, Punktionen, Injektionen etc. unter Anleitung

Konferenzen:

  • Röntgenbesprechung täglich 7:30 Uhr
  • Falldarstellung täglich 15:15 Uhr

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Auf Grund der besonderen teambezogenen Behandlungsprozesse im Fach Psychiatrie und Psychotherapie werden PJ-Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung in maximal zwei der folgenden klinischen Bereich eingesetzt:

  • geschlossene akut-psychiatrische Aufnahmestation,
  • Station mit dem Schwerpunkt in der Behandlung psychotischer Störungen,
  • Schwerpunktstation Persönlichkeitsstörungen,
  • Schwerpunktstation Angst und Depressionen,
  • Gerontopsychiatrie,
  • Tagesklinik, Poliklinik.

Bei entsprechendem Interesse ist die Wahl eines dieser Bereich möglich.

Im Rahmen des Praktischen Jahres sollen inhaltlich die grundlegenden diagnostischen Verfahren wie psychopathologische und tiefenpsychologische Anamnesenerhebung, Verhaltensdiagnostik sowie der Einsatz von Selbst- und Fremdbeurteilungsverfahren erlernt werden.

In den verschiedenen psychotherapeutischen Interventionsverfahren, wie Psychoedukation, Einzeltherapie, Paartherapie, Familientherapie und Gruppenpsychotherapie werden unter Supervision Kenntnisse vermittelt. PJ-Studenten sollen unter Supervision in den jeweiligen Behandlungseinheiten eigenständig Patienten betreuen, sie durch alle Schritte des Versorgungsnetzes einschließlich komplementärer Einrichtungen, wie therapeutische Wohngemeinschaften, Tagesstätten, Übergangswohnheime und Beratungsstellen begleiten.

Im Rahmen der klinischen Ausbildung sollen alle komplimentär-therapeutischen Bereiche wie Ergotherapie, Arbeitstherapie, Musiktherapie, Physiotherapie und Tanztherapie hinsichtlich aller grundlegenden therapeutischen Bausteine exemplarisch erkundet werden.

Patientenbezogen werden systematisch Indikation und Durchführung biologischer Therapieverfahren, die psychopharmakologische Behandlung, der Einsatz von Lichttherapie und Schlafentzugsbehandlung sowie Elektrokrampftherapie erlernt.

Die bei Anwendung häufiger in der Psychiatrie verwendete apparative Zusatzverfahren wie EEG, CCT, MRT und Lubalpunktion sowie zusätzliche laborchemische Verfahren soll im Hinblick auf die Diagnosenstellung Therapieüberwachung und Therapieindikation vermittelt werden.

Klinik für Urologie

Klinik für Urologie

Dienstzeiten: Montag bis Donnerstag von 7.00 bis 16.00 Uhr und Freitag von 7.00 bis 13.30 Uhr. Eine
Teilnahme am Dienst ist nicht vorgesehen.

Studientage: Die Studientage werden in Absprache mit dem leitenden Oberarzt entsprechend der Dienstbelastung eine Woche vorher vereinbart.

Ausbildungsprogramm:

Das Ausbildungsprogramm betrifft die Vermittlung der typischen urologischen Krankheitsbilder und ihrer
Symptome, die dazu gehörige urologische Diagnostik mit Videodemonstrationen im Op.-Saal und der entsprechenden Therapie.